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Schwanger: Wie kann ich mich und mein Kind vor Grippe schützen?

Eine Schwangerschaft verändert den gesamten Körper, auch das Immunsystem. Daher können sich Schwangere leichter mit verschiedenen Erregern anstecken. Besonders während der jährlichen Grippewelle sollten sie auf allgemeine Hygienemaßnahmen achten. Zusätzlich kann auch eine Grippeimpfung im Herbst und Winter helfen, sich gegen schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen zu schützen.

Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft begünstigen nicht nur die Ansteckung mit dem Grippevirus. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen. Die Abwehrstoffe (Antikörper), die der Körper der Mutter nach der Impfung bildet, werden über das Blut der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen. Schwangere können so ihrem Kind durch eine Impfung einen wichtigen Schutz für die ersten Lebensmonate mitgeben.1,2

Für die Grippeimpfung werden in Deutschland sogenannte Totimpfstoffe eingesetzt.1 Sie enthalten abgetötete Krankheitserreger oder nur einzelne Bestandteile der Erreger. Diese werden vom Immunsystem erkannt und tragen dazu bei, einen Immunschutz aufzubauen, ohne eine Krankheit auszulösen.3 Die Verwendung dieser Impfstoffe hilft, dass Ungeborene durch die Impfung nicht gefährdet werden.1

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeimpfung für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimester, also ab der 13. Woche. Liegt eine chronische Grunderkrankung vor, sollte bereits ab dem ersten Trimester geimpft werden.4 Die Impfung ist aufgrund der STIKO-Empfehlung für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Für privat Versicherte gelten ähnliche Regelungen.5 Neben der frauen- oder hausärztlichen Praxis führen häufig auch Apotheken bei über 18-Jährigen die Impfung durch.6

Grippeschutz prüfen oder Impfort finden

Starten Sie mit dem Impfcheck – oder finden Sie direkt einen passenden Impfort in Ihrer Nähe.

Zusammenfassende Fragen

Ja, die Impfstoffe wurden eingehend geprüft. Neugeborene von geimpften und ungeimpften Frauen zeigten vergleichbare Gesundheitswerte. Außerdem gab es keine erhöhte Anzahl an Frühgeburten oder medizinisch notwendigen Kaiserschnitten durch die Grippeimpfung. Die in Deutschland eingesetzten Impfstoffe wurden in Bezug auf die Verträglichkeit für Mutter und Kind umfassend untersucht.1
Mit einer Impfung zwischen Oktober und Mitte Dezember kann sich das Immunsystem rechtzeitig auf die Erregerabwehr vorbereiten. Schwangere sollten aber auch dann Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt halten, wenn der ideale Zeitpunkt zur Impfung verpasst wurde: Auch eine spätere Impfung, zum Beispiel im Januar, kann durchaus noch sinnvoll sein!7
Neben der frauen- oder hausärztlichen Praxis führen häufig auch Apotheken bei Frauen über 18 Jahre die Impfung durch.7
Jetzt impfen!
Fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis nach oder sprechen Sie
Ihre impfende Apotheke an.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung von Oktober bis Mitte
Dezember. So sind Sie rechtzeitig vor der Grippewelle geschützt.