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Enger Kontakt mit Menschen – Grippeschutz ist mir wichtig!

Wer sich jeden Herbst gegen die Grippe impfen lässt, kann nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in seinem Umfeld vor einer Grippeinfektion schützen. Das gilt besonders für die, die berufsbedingt viele Sozialkontakte haben. Durch den engen und häufigen Kontakt mit anderen Menschen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Schätzungsweise 5-20 % der Bevölkerung erkranken jährlich an Grippe, auch Influenza genannt. Gleichzeitig bleiben viele Infektionen unerkannt, weil die Betroffenen keine Symptome aufweisen. Sie gehen weiter ihrem Alltag nach, können aber andere anstecken.1,2

Die Grippeimpfung ist ein aktiver Beitrag dazu, eine mögliche Grippewelle einzudämmen.3,4 Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die jährliche Grippeimpfung zwischen Oktober und Dezember für bestimmte Berufsgruppen mit häufigen Kontakten zu anderen Menschen, wie beispielsweise:
  • Pflegepersonen in der Alten- und Krankenpflege
  • Mitarbeitende in einer Praxis oder im Krankenhaus
  • Lehrkräfte an Schulen und Kindertagesstätten
  • Verkäuferinnen und Verkäufer
  • Personal in öffentlichen Verkehrsmitteln
Diese Berufsgruppen sollten sich zur Grippeimpfung in der hausärztlichen Praxis beraten lassen. Oftmals bieten auch Unternehmen die Impfung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Beratung für ihre Beschäftigten an.3,4


Vorsicht bei Nutztieren – auch sie können Grippeviren übertragen!

In seltenen Fällen können Grippeviren von Tieren auf den Menschen übertragen werden.5 Daher ist die Schutzimpfung auch für Menschen wichtig, die privat oder beruflich mit bestimmten Tierarten zu tun haben. Dazu zählen zum Beispiel Mitarbeitende in
  • der Nutztierhaltung
  • Zoos, Tierparks, Tierheimen oder Auffangstationen
  • Tierarztpraxen
  • Schlachthöfen
Der regelmäßige Kontakt zu Geflügel, Wildvögeln, Schweinen und Robben ist ein Grund für die jährliche Grippeimpfung.4


Für Menschen in Berufen mit häufigem, engem Kontakt zu anderen Menschen oder zu bestimmten Tierarten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Grippeimpfung. Private Versicherungsanbieter haben ähnliche Regelungen.6

Grippeschutz prüfen oder Impfort finden

Starten Sie mit dem Impfcheck – oder finden Sie direkt einen passenden Impfort in Ihrer Nähe.

Zusammenfassende Fragen

Der häufige berufliche Kontakt mit anderen Menschen kann ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen und daher ein Grund für eine Grippeimpfung sein. Wer also im Gesundheitswesen arbeitet oder durch umfangreichen Publikumsverkehr Kontakt zu vielen Menschen hat, sollte die Impfung in Anspruch nehmen. Aber auch Menschen, die Kontakt zu bestimmten Tierarten haben, sollten sich impfen lassen.4
Durch den engen Kontakt mit Patientinnen und Patienten besteht für medizinisches Personal ein höheres Ansteckungsrisiko. Eine Grippeinfektion kann schwer zu erkennen sein: Nur ein Drittel der Menschen, die sich mit dem Grippevirus angesteckt haben, weist die typischen Symptome wie hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auf. Ein Drittel hat leichte Symptome wie bei einer normalen Erkältung und ein weiteres Drittel zeigt gar keine Krankheitszeichen.7 Unabhängig von den Symptomen können Infizierte andere Menschen anstecken. Und infizierte Mitarbeitende in einer Arztpraxis können das Virus an Patientinnen und Patienten weitergeben. Das kann für Ungeimpfte, die beispielsweise eine chronische Erkrankung haben, zu schweren Verläufen führen. Die eigene Impfung kann also andere gleich mit schützen!8
Die Impfung kann eine Erkrankung nicht immer verhindern. Sie bereitet jedoch das Immunsystem gezielt auf die Grippeviren vor, indem sie die Bildung von Abwehrstoffen, auch Antikörper genannt, anregt. Dadurch kann das Risiko einer Erkrankung verringert und vor allem ein schwerer Verlauf sowie mögliche Komplikationen verhindert werden.
Die bekannteste Anlaufstelle ist die hausärztliche Praxis. Doch auch frauenärztliche Praxen führen die Impfung durch. Eine wichtige Entlastung für das Gesundheitssystem: Menschen über 18 Jahre können sich häufig ohne Termin in einer Apotheke impfen lassen.9 Auch Unternehmen bieten die Impfung oft kostenlos über den betriebsärztlichen Dienst an. Von dem Schutz ihrer Mitarbeitenden profitieren auch sie durch die Verringerung grippebedingter Arbeitsausfälle.10
Jetzt impfen!
Fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis nach oder sprechen Sie
Ihre impfende Apotheke an.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung von Oktober bis Mitte
Dezember. So sind Sie rechtzeitig vor der Grippewelle geschützt.