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Chronisch krank? Grippeschutz muss sein!

Typisch für die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist plötzliches Fieber über 38,5 Grad Celsius. Hinzu kommen häufig Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie ein trockener Reizhusten.1 Der gesamte Körper befindet sich im Ausnahmezustand, um die Grippeviren zu bekämpfen. Das Herz schlägt schneller als sonst, da viel Sauerstoff für die Genesung benötigt wird. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt an.1,2

Bei Erwachsenen und Kindern mit chronischen Erkrankungen kann eine Grippe schwerer verlaufen als bei gesunden Menschen. Mögliche Folgen sind schwere Komplikationen wie eine Lungenentzündung und ein Krankenhausaufenthalt. Zu den Erkrankungen, die schwere Verläufe begünstigen können, zählen zum Beispiel Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Aber auch Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma, Leber- und Nierenerkrankungen, angeborene und erworbene Immundefekte, Multiple Sklerose (MS) und andere chronische neurologische Krankheiten, eine HIV-Infektion oder Krebserkrankungen gelten als Risikoverstärker.1 Wer die Gefahr ernstnimmt und seinem Immunsystem jedes Jahr im Herbst ein Impf-Update gibt, leistet einen wichtigen Beitrag für die eigene Gesundheit.1

Diesen Schutz nimmt jedoch nur ein geringer Teil der chronisch kranken Menschen in jüngeren Lebensjahren in Anspruch.3 Dabei geht das ganz unkompliziert. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung unabhängig vom Lebensalter für alle chronisch Kranken.4,5 Dadurch übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich die Kosten. Private Krankenversicherungen haben ähnliche Regelungen.6 Die Impfung selbst kann in ärztlichen Praxen und bei Erwachsenen auch in vielen Apotheken durchgeführt werden.7

Grippeschutz prüfen oder Impfort finden

Starten Sie mit dem Impfcheck – oder finden Sie direkt einen passenden Impfort in Ihrer Nähe.

Zusammenfassende Fragen

Das ideale Zeitfenster für die Grippeimpfung liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. So kann der Körper bis zum Höhepunkt der Grippesaison passende Abwehrstoffe, Antikörper genannt, bilden. Wer den optimalen Zeitraum verpasst hat, sollte die Ärztin oder den Arzt fragen. Denn auch eine spätere Impfung, beispielsweise im Januar, kann sinnvoll sein.8
Die echte Grippe wird durch die weltweit vorkommenden Grippeviren ausgelöst. Diese können sich verändern, zum Beispiel, wenn sich ein Mensch mit zwei oder mehreren Varianten infiziert. Dadurch entstehen schnell neue Virusformen mit anderen Eigenschaften.8,9 Um in jeder Grippesaison so gut wie möglich vorbereitet zu sein, stimmt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zusammensetzung des Impfstoffes auf die aktuellen Ergebnisse weltweit forschender Labore ab und legt diese jeweils 1 mal jährlich für die nördliche und die südliche Hemisphäre fest.10
Angeboten wird sie in hausärztlichen Praxen, oft auch bei Kinder- und Frauenärztinnen und -ärzten. Menschen, die älter als 18 Jahre sind, können sich auch in vielen Apotheken impfen lassen. Das Personal ist geschult und impft in vielen Fällen sogar ohne vorherige Terminvergabe.10 Die Kosten für die Impfung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, da Menschen mit chronischen Erkrankungen zu einer Risikogruppe gehören, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfempfehlung ausgesprochen hat. Für Privatversicherte gelten ähnliche Regelungen, aber eine individuelle Abstimmung mit der jeweiligen Krankenkasse wird empfohlen.
Auch Angehörige beziehungsweise enge Kontaktpersonen von Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich impfen lassen, um diese vor einer Ansteckung mit Grippe zu schützen.
Jetzt impfen!
Fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis nach oder sprechen Sie
Ihre impfende Apotheke an.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung von Oktober bis Mitte
Dezember. So sind Sie rechtzeitig vor der Grippewelle geschützt.