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Grippeimpfung bei Autoimmunerkrankung – na klar!

Bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen ist das Immunsystem geschwächt. Auch die benötigten Arzneimittel können das Immunsystem beeinträchtigen. Daher ist die jährliche Grippeimpfung für diese Personengruppe besonders empfohlen.1 Einerseits kann sie vor einem schweren Verlauf einer Grippeerkrankung schützen.1 Andererseits kann sie einem Schub der Grunderkrankung vorbeugen, der durch eine Grippe ausgelöst werden kann.2

Studien zeigen, dass zwischen einer Impfung und dem erstmaligen Auftreten von Autoimmunerkrankungen wie Myasthenia gravis und Multiple Sklerose kein Zusammenhang besteht. Auch bei bestehenden Autoimmunerkrankungen gilt die Impfung in der Regel nicht als Auslöser eines Krankheitsschubs.2

Für Menschen mit einer Autoimmunerkrankung übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten einer Grippeimpfung, da diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Für privat Versicherte gelten ähnliche Regelungen.3 Die Grippeimpfung kann bei der Hausärztin oder dem Hausarzt erfolgen. Oft bieten auch Praxen mit kinder- oder frauenärztlicher Spezialisierung die Impfung an. Auch viele Apotheken bieten eine Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren an – oftmals sogar ohne Terminvereinbarung.4

Grippeschutz prüfen oder Impfort finden

Starten Sie mit dem Impfcheck – oder finden Sie direkt einen passenden Impfort in Ihrer Nähe.

Zusammenfassende Fragen

Die Ärztin oder der Arzt wird den Impfstoff in Abhängigkeit von der Therapie der Autoimmunerkrankung auswählen. Gegen Grippe werden in Deutschland vorwiegend nicht-vermehrungsfähige Totimpfstoffe eingesetzt.5 Diese können auch bei immunhemmender Behandlung eingesetzt werden.6
Die Grippe wird durch Viren ausgelöst. Diese Viren sind weltweit verbreitet und können sich durch den Austausch untereinander schnell verändern. Die Antikörper, die der Körper nach der letzten Impfung gebildet hat, können daher wahrscheinlich einen neuen Virustyp nicht gut genug abwehren.7 Jedes Jahr untersuchen Forschende weltweit die aktuell verbreiteten Grippeviren und passen die Zusammensetzung des Impfstoffs an die jährliche Vorgabe der WHO an.8
Ja. Studien zeigen, dass Autoimmunerkrankungen nicht durch Schutzimpfungen ausgelöst oder verschlimmert werden. Stecken sich jedoch nicht geimpfte Personen mit Grippe an, kann das zu einer Verschlechterung der Autoimmunerkrankung führen. Daher sollte die Grippeimpfung genutzt werden, um die körpereigene Abwehr aktiv zu stärken.2
Jetzt impfen!
Fragen Sie in Ihrer ärztlichen Praxis nach oder sprechen Sie
Ihre impfende Apotheke an.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung von Oktober bis Mitte
Dezember. So sind Sie rechtzeitig vor der Grippewelle geschützt.